StartseiteHandel und Wirtschaft30 Jahre AMPELMANN | Rettung des ostdeutschen Kultsymbols

30 Jahre AMPELMANN | Rettung des ostdeutschen Kultsymbols

Fast wäre mit der Wiedervereinigung 1989 auch dieses ostdeutsche Kultsymbol verschwunden. Das 1961 von dem Verkehrspsychologen Karl Peglau gestaltete Ampelmännchen wurde 1969 erstmals als Verkehrszeichen an der Kreuzung Unter den Linden / Friedrichstraße in Berlin installiert und führte bis zur Wende die Fußgänger*innen in der DDR sicher über die Straße.

Der Berliner Karl Peglau hatte das Ampelmännchen nach verkehrspsychologischen Kriterien entwickelt. Es sollte vor allem einprägsam und sympathisch sowie wirksam für Kinder und Personen mit Rot-Grün-Sehschwäche sein. Das Ampelmännchen war drollig, trug einen Hut, war etwas voluminöser und damit lichtdurchlässiger als die westdeutsche Variante, schritt deutlich und dynamisch bei GRÜN und blieb mit klarer Haltung bei ROT stehen.

Dass dieses ostdeutsche Verkehrszeichen, das nach Designkriterien und Verbrauchertests eindeutig besser abschnitt als das schmale Ampelmännchen Westdeutschlands, nach dem Mauerfall nicht verschwand, haben wir dem in Tübingen aufgewachsenen Produktdesigner Markus Heckhausen (Jahrgang 1961) zu verdanken. Als frisch studierter Produktdesigner zog er 1995 in den Ostteil Berlins, hegte große Sympathie für das ostdeutsche Verkehrszeichen, setzte sich für eben dieses ein und gestaltete erste Ampelmann-Objekte aus den bereits in Ostberlin und ostdeutschen Städten ausgewechselten Ampelmann-Glasscheiben. Er begann, diese Scheiben zu sammeln, und verhinderte so häufig, dass sie im Abfall landeten. Denn jede Ampel in Ostdeutschland sollte nach und nach mit westdeutschen Ampelmännchen ausgestattet werden.

Mit viel Überzeugungsarbeit gelang, was in der Phase nach dem Mauerfall mit vielen guten Produkten der ehemaligen DDR nicht glückte: das Ost-Ampelmännchen in den neuen Bundesländern zu erhalten und sogar nach Westberlin zu erweitern. Für Heckhausen war es selbstverständlich, dass er die Urheber des Ampelmännchens, Karl Peglau sowie seine Mitarbeiterin Anneliese Wegner, auch an der Marke beteiligte. Karl Peglau kam oft ins Ampelmann-Büro, arbeitete mit dem Team und freute sich darüber, dass seine Idee des Ost-Ampelmännchens wertgeschätzt wurde und weiterlebte. Ein gelungenes Beispiel für positive Zusammenarbeit zwischen Ost und West. Über die gute Kooperation war mit den Jahren eine enge Freundschaft zwischen Peglau (verstorben 2009 im Alter von 82 Jahren) und Heckhausen entstanden.

Für Markus Heckhausen ist die Marke AMPELMANN als positives Symbol gesamtdeutscher Identität zu verstehen, das den Zusammenhalt und die Solidarität zwischen den Menschen in unserem Land – nicht nur im Straßenverkehr – unterstützt.

„Die Arbeit mit den Ampelmännchen war für mich ein absoluter Glücksfall. Dabei habe ich viel über das Zusammenwachsen unterschiedlicher Kulturen und die Kraft einer emotionalen Figur gelernt. Die Ampelmännchen haben einen wichtigen Beitrag geleistet, Ost und West miteinander zu verbinden – und ihre Botschaft vom Miteinander ist auch heute noch aktuell, überall dort, wo Menschen, Ideen oder Wege zusammenfinden müssen“, sagt Markus Heckhausen.

AMPELMANN ist eine Berliner Kultmarke, ist Teil der ostdeutschen Erinnerungskultur, versteht sich als Botschafter der Hauptstadt und steht für die Verbindung von Ost- und Westdeutschland.

Im Jubiläumsjahr ist neben einem Kinder-Malwettbewerb auch die Auszeichnung eines sozialen Projektes geplant, das den Zusammenhalt der Menschen in unserem Land stärkt. Nähere Informationen dazu folgen in den sozialen Medien.

AMPELMANN GmbH

In diesem Jahr feiert die Marke AMPELMANN ihren 30. Geburtstag. Am 27. Juli 1996 präsentierte Markus Heckhausen in Berlin erstmals das Ampelmann-Projekt der Öffentlichkeit. Das war der Start für die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Produkte und der daraus folgenden AMPELMANN GmbH. Die Marke rund um die sympathischen Ampelmännchen ist mittlerweile weltbekannt.

Mit mehr als 70 Mitarbeitern in Berlin wird der Erfolg und die Bekanntheit der Kultfigur täglich ausgebaut. Das Warensortiment umfasst über 600 Produkte. Kunden aus aller Welt entdecken die Kultfigur in den sieben AMPELMANN Shops in Berlin: in den Hackeschen Höfen, am Berliner Dom, am Gendarmenmarkt, Unter den Linden, im Tacheles, im Berliner Hauptbahnhof und am BER Flughafen.

Für ein Interview steht Ihnen Markus Heckhausen sehr gerne zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie Mandy Rahn für eine Terminabsprache.

Abdruck frei.

Foto bei Nennung der Fotoangaben zur freien Verwendung.

Belegexemplar erwünscht.

Pressekontakt

Mandy Rahn
Chief Operating Officer (COO)

E-Mail: mandy.rahn@ampelmann.de
Web: https://www.ampelmann.de/

AMPELMANN GmbH
Sophienstraße 21
10178 Berlin

Telefon: +49 30 4404 88 45

Copyright Bild: Markus Heckhausen

Originalinhalt von Lörcher PR, veröffentlicht unter dem Titel „30 Jahre AMPELMANN | Rettung des ostdeutschen Kultsymbols„, übermittelt durch Prnews24.com

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